Leitbild

Pädagogische Orientierung

Die pädagogische Arbeit des gemeinnützigen Vereins Media To Be | M2B e.V. orientiert sich an dem Selbstverständnis eines verantwortlichen Bürgers in einem demokratischen Staat. Gerechtigkeit, Gleichheit, freie Entfaltung und gegenseitige Achtung, sind Werte, die den gegenseitigen Umgang miteinander bestimmen sollen. Alle Jugendlichen haben das Recht auf gesellschaftliche Partizipation. Sie sollen ermutigt werden, an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitzuwirken.
Jugendliche müssen heute in einer sich schnell verändernden Gesellschaft erwachsen werden. Traditionelle Erziehungsziele und -methoden verlieren an Bedeutung, während andere in ihrer kommenden Relevanz oft noch nicht erkannt werden.
Mit der Offenheit der gesellschaftlichen Entwicklung muss auch die Möglichkeit zur innovativen (Neu-)Gestaltung der pädagogischen Praxis einhergehen.
Das Ziel der pädagogischen Arbeit ist die individuelle Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher bei gleichzeitiger sozialer Integration in die Gesellschaft, in der sie leben. Sie sollen lernen, die Welt zu verstehen und sie zu deuten; und sie sollen herausfinden, wer sie selbst sind. Sie sollen in der Auseinandersetzung mit Anderen, Bewertungskriterien erwerben, die es ihnen erlauben, sich im Leben zu orientieren.
Wir verstehen es als Aufgabe für die Entwicklung von Autonomie, Selbstverwirklichung und Produktivität, den Jugendlichen organisierte Entwicklungsräume zur Verfügung zu stellen. Wir als Pädagogen müssen herausfinden was in den Köpfen Jugendlicher und in ihrem Inneren vorgeht und versuchen, sie zeitgemäß und angemessen zu verstehen. Die Angebote müssen geeignet sein, ein Milieu der Anerkennung zu schaffen.
Im Zusammenspiel mit den Pädagogen sollen sich die Jugendlichen den Aufgaben stellen, die ihrem Entwicklungsprozess dienen. Die Pädagogen sind hierbei Vorbilder in ihrer Leidenschaft für die Sache ohne zu vergessen, dass sie auch lernende Erwachsene sind, die sich zwar mit ihrem Können einbringen, jedoch ebenso angreifbar und kritisierbar in ihrer Begrenztheit sind wie die Jugendlichen selbst.

Medien- Schlüsselfunktionen in der Gesellschaft

Die Auseinandersetzung über und die Entwicklung von gesellschaftlichen Werten und politischen Zielen findet in und über die Massenmedien statt. In Fernsehen, Zeitung, Hörfunk, Film und Internet werden verschiedene Sichtweisen dargestellt, das Für und Wider von (Neu)Regelungen erörtert und neue Erkenntnisse und Entwicklungen auf ihre Bedeutung für Gesellschaftsgruppen und Einzelpersonen hin untersucht.
Für Mitglieder dieser Gesellschaft ist deshalb ein angemessener und kritischer Umgang mit den Medien geboten. „Beispielsweise sollte jede/r die Fähigkeit zum Verständnis der Grammatik und der Sprache des Fernsehens (hier besonders der Werbung) haben. Auch die Aufhellung der Hintergründe der Nachrichtenproduktion (die Kenntnis um) individuelle Auswahlstrategien, das Wissen um die TV-Technik und Industrie„ („Psychologie heute„, Juli 2000 Interview mit Prof. Winterhoff-Spurk/Medienpsychologe) gehören dazu. Sie helfen Wirklichkeit und Fiktion leichter zu unterscheiden und Werbung kritisch beurteilen zu können. Dies sind alles Merkmale von medialer Kompetenz.

Jugendliche und Medien

Medien haben für Jugendliche oft die Funktion heimlicher Miterzieher. Während Jugendliche jedoch mit ihren realen Erziehern in die persönliche Auseinandersetzung gehen können, sind die medialen Botschaften für sie nur angemessen zu beurteilen, wenn sie über eine entwickelte und geförderte Medienkompetenz verfügen.
Der Königsweg zu diesem Ziel führt über die Handlungsebene. Jugendliche sollen von Medienkonsumenten zu Medienproduzenten werden. Damit bekommen sie zusätzlich die Möglichkeit, sich wirksam in gesellschaftliche Prozesse einzubringen und wahrgenommen zu werden. Partizipation an unserer Gesellschaft ist nicht allein über das Konsumieren von Unterhaltung zu erreichen.